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Symbolische Adressen

Jedem SPS-Anschluss oder Kanal wird in der Regel eine symbolische Adresse zugeordnet. In EPLAN kann diese manuell eingetragen, automatisch erzeugt oder aus einer Zuordnungsliste eingelesen werden.

Im Dialog Eigenschaften <...> gibt es für SPS-Anschlüsse drei Eigenschaften für die symbolische Adresse:

  • Symbolische Adresse: die manuell eingetragene symbolische Adresse
  • Symbolische Adresse (automatisch): zeigt die manuelle symbolische Adresse an (falls vorhanden), ansonsten die ermittelte symbolische Adresse
  • Symbolische Adresse (ermittelt): die aus der Zielverfolgung ermittelte symbolische Adresse.

Ist eine manuelle symbolische Adresse vorhanden, so wird diese in die automatische symbolische Adresse übertragen. Auch die aus einer Zuordnungsliste importierten symbolischen Adressen werden bei der manuellen Eingabe überschrieben.

Symbolische Adresse innerhalb von benutzerdefinierten Datentypen (UDT)

Für den SPS-Datenaustausch ab dem AutomationML AR APC-Format Version 1.3.0 haben Sie die Möglichkeit, die symbolische Adresse des SPS-Anschlusses innerhalb eines benutzerdefinierten Datentyps zu schachteln und zu verwalten. Dazu können Sie in den Eigenschaften Symbolische Adresse: UDT (Name) und Symbolische Adresse: UDT (Datentyp) den Namen und den zugehörigen Datentyp der UDT angeben. "UDT" steht für "User Defined Type". Der tatsächliche Aufbau der UDT wird nur im SPS-Konfigurationsprogramm benötigt und nur dort festgelegt. Die Werte beider Eigenschaften sind einsprachige Texte. Die Eingabe eines Dezimalpunkts ist nicht zulässig.

Bei Verwendung dieser Eigenschaften setzt sich die insgesamt resultierende symbolische Adresse aus den Werten der Eigenschaften Symbolische Adresse: UDT (Name) und Symbolische Adresse eines SPS-Anschlusses zusammen, also "<Symbolische Adresse: UDT (Name)><Symbolische Adresse>". Diese Kombination der Werte beider symbolischer Adressen muss innerhalb einer CPU für einen SPS-Anschluss eindeutig sein.

Automatische Vergabe der symbolischen Adresse

In den SPS-spezifischen Einstellungen legen Sie fest, ob symbolische Adressen automatisch vergeben werden sollen. Dazu muss in der Registerkarte Format der symbolischen Adresse das Kontrollkästchen Symbolische Adressen automatisch erzeugen unter Verwendung von aktiviert sein.

Bei der automatischen Vergabe wird über die sogenannte Zielverfolgung zu einem SPS-Anschluss der angeschlossene Sensor (an einem Eingang) oder Aktor (an einem Ausgang) gesucht und dessen identifizierendes BMK in die Eigenschaft Symbolische Adresse (ermittelt) eingetragen.

Wenn Sie eine Projektstruktur mit Kennzeichnungsblöcken verwenden, so haben Sie die Möglichkeit, die Vorzeichen bei der Formatierung zu ersetzen oder die Anzeige bestimmter Kennzeichnungsblöcke (z.B. "Funktionskennzeichen" oder "Ortskennzeichen") zu unterdrücken. Es ist möglich, auch die Anschlussbezeichnung mit in die symbolische Adresse aufzunehmen.

Einen Sensor oder Aktor erkennt EPLAN an dem Eintrag für die "Signalart" in der Anschlusslogik der jeweiligen Funktion. Bei der Suche nach einem Sensor / Aktor wird zusätzlich die Information aus der Anschlusslogik ausgewertet, an welchem Anschluss der Funktion die Suche fortgesetzt werden soll. Wird kein Sensor / Aktor gefunden, wird das BMK der letzten angeschlossenen Funktion eingetragen, bei der die Suche abgebrochen wurde.

Es gibt vier Möglichkeiten, warum ein Anschluss bei der Zielverfolgung nicht der gesuchte ist:

  • Die Suche beginnt an einem Eingang (sucht also einen Sensor) und endet bei einem Aktor-Anschluss.
  • Die Suche beginnt an einem Ausgang (sucht also einen Aktor) und endet bei einem Sensor-Anschluss.
  • Die Suche endet an einem undefinierten Anschluss.
  • Die Suche endet an einem Quell-Anschluss (Eintrag für "Quelle / Ziel" in der Anschlusslogik).

Im ersten Fall trifft EPLAN bei der Suche z.B. auf einen Aktor, bei dem aber das Potenzial nicht weitergeführt wird, weil der Aktor ein Verbraucher ist.

Im zweiten Fall wird beispielsweise bei der Suche ein Sensor gefunden, der ein Wechsler oder ein Dreileiterinitiator ist. Nun muss die Suche in zwei Richtungen fortgeführt werden. Daher gibt es in der Anschlusslogik zusätzlich zu der Eigenschaft Signalart mit den Einstellungen "Sensor" oder "Aktor" noch die Eigenschaft Zielverfolgung (SPS) nach, die angibt, an welchem anderen Anschluss die Suche fortgesetzt werden soll.

Ist nicht angegeben, wo die Suche weiter gehen soll, dann ist das Schaltzeichen, an dem es nicht weiter geht, das Ziel.

E-/A-Anschlüsse mit der Darstellungsart "Übersicht" haben keine angeschlossenen Verbindungen, daher ist für diese keine Zielverfolgung möglich. Diese SPS-Anschlüsse übernehmen die ermittelte symbolische Adresse vom zugehörigen allpoligen oder einpoligen SPS-Anschluss.

Hinweise:

  • Die in der Eigenschaft Symbolische Adresse (ermittelt) angezeigte symbolische Adresse kann nur dann korrekt ermittelt werden, wenn die Verbindungen aktuell sind. Erzeugen Sie bei Bedarf die Verbindungen neu.
  • Bei einigen SPS-Steuerungen sind Sonderzeichen in der symbolischen Adresse nicht erlaubt. Damit Sie auch in diesem Fall das BMK als automatisch eingetragene (ermittelte) symbolische Adresse verwenden können, haben Sie in den SPS-spezifischen Einstellungen (in der Registerkarte Format der symbolischen Adresse) die Möglichkeit, die im BMK verwendeten Vorzeichen durch andere Zeichen zu ersetzen.

Weitere Einstellungen für die ermittelte symbolische Adresse

Über die Projekteinstellung Bei erfolgloser Suche der symbolischen Adresse die Adresse nehmen (Datei > Einstellungen > Projekte > "Projektname" > Betriebsmittel > SPS) legen Sie fest, dass an Stelle des BMK die Adresse in die ermittelte symbolische Adresse kopiert wird, wenn kein Sensor oder Aktor gefunden wird oder der E-/A-Anschluss nicht angeschlossen ist.

Ist an einem E-/A-Anschluss die Eigenschaft Ohne Sensor- / Aktor-Suche für die symbolische Adresse aktiviert, so verhält sich das Programm so, als ob kein Sensor oder Aktor gefunden wird. In diesem Fall wird die Adresse verwendet, sofern dies in den Projekteinstellungen festgelegt wurde.

Import aus Zuordnungsliste

Beim Import einer Zuordnungsliste werden die darin enthaltenen symbolischen Adressen – abhängig von den Einstellungen – den SPS-Anschlüssen der gewählten CPU zugeordnet.

Beim Export einer Zuordnungsliste besteht die Möglichkeit, die symbolische Adresse und das angeschlossene Ziel getrennt voneinander auszugeben.

Anzeige des Zustands von SPS-Karten

Es gibt SPS-Karten, die Zustände anzeigen können. So können z.B. durch eingebaute LEDs Zustände wie der Betriebszustand, Fehlerzustände etc. signalisiert werden. In der Zuordnungsliste können Sie solche Zustände als freie symbolische Adressen ohne Zuordnung zu einem Kanal oder SPS-Anschluss vordefinieren. Die freien symbolischen Adressen werden beim SPS-Datenaustausch exportiert und importiert. Nach einem Import können Sie die freien symbolischen Adressen in EPLAN abbuchen.

Möchten Sie die freien symbolischen Adressen und die zugehörigen Funktionstexte später im Schaltplan anzeigen, so müssen Sie dazu ein Symbol platzieren. Dazu gibt es die Funktionsdefinition "SPS-Anschluss, intern, allgemein". Dieser Funktionsdefinition ist standardmäßig ein Symbol ohne Grafik zugeordnet. Da die entsprechenden LEDs fest in die SPS-Karte integriert sind, müssen im Schaltplan keine Verbindungen gezeichnet werden.

Siehe auch